LUCKY LINDYs HOP | Tanzprojekt 2019/2020 | Tanze mit!

Charles Lindbergh war der erste Mensch, der einen Direktflug von New York nach Paris allein wagte – und überlebte. Er schrieb damit 1927 als „Lucky Lindy“ Geschichte; ein exzentrischer,  junger Mann, dem nicht bewusst war, dass sich sein Leben nach der Landung für immer verändern würde. Diese Pioniertat und sein Werdegang könnten eine ganze Streaming-Serie voller Liebe, Lug und Trug, Entführung, Mord, Geheimnissen und politischer Inkorrektheit füllen.

Oder ein Tanztheaterstück inspirieren.

Die im Authentic Jazz zusammengefassten afroamerikanischen Stile sind Improvisationstänze mit spezifischen körperlichen Kommunikationselementen. Diese werden wie ein Alphabet zu Bewegungsabläufen, zu Tänzen mit oder ohne Partner zusammengefügt. Je nachdem, wie fortgeschritten Swingtänzer sind, werden größere standardisierte Figuren aneinandergereiht oder jedes einzelne Bewegungselement spontan passend zur Musik getanzt.

Heruntergebrochen werden kann die Tanztechnik bis auf ihr kleinstes Element: Bounce – das Grundschwingen. Dieses Körperfedern ist stilgebend und variiert innerhalb der afroamerikanischen Tänze als Unterscheidungsmerkmal.

Ziel von „LUCKY LINDYs HOP“ ist es, mit den Grundtechniken dieser Vintage-Tanzstile über zeitgenössische Choreografiearbeit ein Handlungsballett zur Atlantiküberquerung Charles Lindberghs zu gestalten, live begleitet durch Hamburger Swingmusiker.

Das Tanzstück wird klassisch in drei Akte unterteilt, in denen Start, Flug und Landung symbolisiert werden. Sie stellen gleichsam die emotionale Entwicklung des Menschen Lindbergh dar, innerhalb jener gefährlichen 33 Stunden und 30 Minuten, die sein abenteuerliches Unterfangen dauerte.

In der Produktion sollen bis zu fünf Choreografen (Schwerpunkt künstlerischer Art) mit bis zu dreißig Tänzern der Hamburger Swingtanzszene arbeiten. Gemeinsam sollen die Vintage-Tanztechniken aufgebrochen und in das Tanzverständnis der Jetztzeit transportiert werden.